Via Social Media Produkte verkaufen

Produktwerbungen begegnet uns überall, etwa auf Plakaten oder in Magazinen, durch Mundpropaganda oder in Filmen.Um diese erfolgreich an den Mann oder die Frau zu bringen, reicht meistens ein gutes Motiv und eine aussagekräftige Headline. So leicht funktioniert das aber nicht in den sozialen Medien. Warum das so ist, wollen wir dir mit einem Beispiel erklären.

Öffne beispielsweise Facebook oder Instagram auf deinem Handy und scrolle durch deinen Newsfeed. Es reichen schon drei bis fünf Minuten. Lege dann dein Handy beiseite und überlege dir, was du gerade alles gesehen hast. Wahrscheinlich kannst du dich nicht mehr an allzu vieles erinnern, weil es einfach zu viel war, oder? Das Gehirn ist zwar zu vielem fähig, aber bei zu vielen Informationen wird es ihm einfach zu bunt und es kann oder will nicht alles aufnehmen. Viele Firmen kämpfen also in den sozialen Medien um die Aufmerksamkeit ihres Produktes, sodass genau ihres in deinem Kopf hängen bleibt.

Film ab und Standbild adé – so macht man Werbung in den sozialen Medien

In der Printwerbung setzen Unternehmen auf Bilder und einer passenden Unterschrift oder einem kleinen Call-to-Action, welches im Kopf der Kunden bleibt. Platzieren Firmen ihre Werbung in einer Zeitschrift hebt sich diese eindeutig von den Texten ab. Die Trennung von Werbung und Redaktionellem ist sogar im Pressekodex verankert. Damit bleiben nicht nur Missverständnisse außen vor, sondern die Werbung kommt auch als Nebeneffekt mit gezielter Aufmerksamkeit bei dir an. Dieses Glück wird den Unternehmen in den sozialen Medien nicht zuteil. Bilder siehst du dort mehr als genug. Außerdem überspringst du die Unterschrift bestimmt sehr oft, weil schon das jeweilige Bild nicht genug Aufmerksamkeit weckt und darunter etwas viel Interessantes warten könnte. Die Lösung dieses Problems ist Werbung in Form eines Bewegtbildes: Videos, Motion Designs oder spielerische Formate wie Landscapes und 3D.

Bei visuellem Content hallt die Information im Gehirn länger nach und es führt zu schnelleren Kaufentscheidungen. Das liegt an dem sogenannten Picture Superiority Effect, der belegt, dass Informationen in visueller Form vom menschlichen Gehirn besser verarbeitet werden können und daher im Rückschluss auch länger dort gespeichert werden. Wir erinnern uns bei Gelesenem im Schnitt an rund 10 Prozent und an Visuelles selbst nach drei Tagen noch an etwa 65 Prozent.

Lass dein Produkt sprechen mit dem Einsatz von Storytelling in den sozialen Medien

Mehr Aufmerksamkeit bekommt ein Produkt durch gutes Storytelling. Der übermittelte Inhalt muss beim Leser eine klare Aussage hinterlassen und es sollte ein Gefühl in ihm wecken, dass er so schnell nicht mehr vergisst und von nun an mit dem Produkt verbindet. Der klassische Storyaufbau eines Videos, wie wir ihn kennen, unterliegt im Vergleich zu seinen Verwandten zu seinen Verwandten aus der Printwerbung einem erweiterten Aufbau mit beispielsweise mehr Dramatik oder Witz. Außerdem braucht die Story nicht nur einen Höhepunkt, sondern möglichst viele, um in den Köpfen der Menschen zu bleiben.

Erzähl aus deinem Alltag, als wäre es keine Werbung

Viele Unternehmen, besonders kleine und mittelständische, haben Probleme damit, sich den sozialen Medien zuzuwenden und sie für eigene Werbezwecke zu nutzen. Im Jahr 2018 haben zwar laut einer Studie des Digitalverbandes Bitkom bereits 72 Prozent der Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern Social Media genutzt und die Tendenz steigt an, doch aller Anfang ist und bleibt trotzdem schwer. Denn dabei kommen einige Fragen auf: Auf welcher Plattform soll ich Werbung betreiben oder vielleicht am besten auf allen gleichzeitig? Wie baue ich meine eigene Social-Media-Strategie auf? Und wie hebe ich mich von der Masse und meinen direkten Konkurrenten auf dem Markt ab? Für diese vielen Fragen im Kopf haben wir ein paar Tipps für dich parat:

  • Instagram eignet sich für kürzere Texte, vielleicht auch philosophisch angehaucht.
  • Twitter funktioniert für kleine Geschichten voller Unterhaltung und Witz.
  • YouTube ist die Plattform für lange Geschichten, besonders wegen seines Video-Formats.
  • LinkedIn gibt Raum für eigene Artikel, die als Ratgeber fungieren oder mit vielen Information angereichert sind

Arbeite mit Influencern zusammen und mach dir ihren Account als Werbeplattform zunutze

Eine lukrative Werbemethode in den sozialen Medien ist das Influencer-Marketing. So erreicht ein Unternehmen viele Menschen, da die werbende Person sich bereits einen großen Stamm an Followern aufgebaut hat und die Möglichkeit einer Weiterempfehlung sehr hoch ist. Besonders gut erreichst du damit eine jüngere Zielgruppe von 14- bis 29-Jährigen. Im Jahr 2018 haben laut einer Studie der Medienagentur Wavemaker 60 Prozent von ihnen ein Produkt oder eine Dienstleistung gekauft, die von Influencern umworben wurde. Die wichtigste Plattform ist dafür Instagram, denn hier erreicht man neben Facebook die meisten Menschen – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Im Jahr 2018 hatte Instagram schon eine Milliarde aktive Nutzer auf der ganzen Welt mit steigender Tendenz.

Sei kreativ, sozial und erobere den Markt mit deiner Social-Media-Strategie

Du kaufst ein Produkt und empfiehlst es an Freunde, Bekannte und Geschäftskunden weiter – das ist das bestmögliche Szenario eines Unternehmens. Social Media kann bei diesem Vorhaben mit der richtigen Strategie durchaus behilflich sein. Dabei zählen hauptsächlich drei Punkte, die wir hier noch einmal aufführen:

  • In der Printwerbung reicht ein gutes Motiv und eine gute Headline. In den sozialen Medien reicht das nicht aus und du solltest auf Bewegtbild setzen.
  • Erzähle auf Social Media eine Geschichte, um in den Köpfen der Menschen zu bleiben und sie so zum Kauf anzuspornen. Eine bloße Produktbeschreibung reicht nicht aus.
  • Denke daran, dass dein Auftritt in den sozialen Medien sehr schnelllebig ist und du dich immer wieder neu erfinden musst. Sei also effizient bei deinem verfügbaren Budget und deinen Inhalten.

FAZIT

Beachte diese drei Punkte und baue eine eigene Social-Media-Strategie auf statt die Arbeit auf den sozialen Netzwerken nur nebenher laufen zu lassen, was bei vielen Unternehmen leider immer noch der Fall ist. Mute dir am Anfang nicht zu viel zu, denn jede Plattform hat seine Vor- und Nachteile und mit der Zeit wirst du erkennen, wo und mit welchem Content du deine Zielgruppe am besten erreichst. Viel Erfolg beim Austoben auf der großen Social-Media-Spielwiese und dem Kennenlernen deiner Kunden und ihrer Bedürfnisse. 

 

 

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